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2019/02/23 - Moto2™ WM 2019: Off. Jerez Test

Ein offizieller Test in dieser Woche war für Dominique Aegerter und sein neues Projekt eine erste Standortbestimmung.

Von Mittwoch bis Freitag wurde auf dem Circuito de Jerez unweit der gleichnamigen Stadt in Andalusien eifrig getestet. Zu diesem Anlass waren alle zur Moto2™ Weltmeisterschaft eingeschriebenen Teams und Fahrer vollzählig angetreten. Bei viel Sonnenschein waren Dominique Aegerter und sein Team aus dem schweizerischen Tessin mehr oder weniger die Fleissigsten auf der technisch anspruchsvollen 4,4 Kilometer langen Strecke, gilt es doch die brandneue und ausserdem bildschöne MV Agusta F2 weiterzuentwickeln. Die Techniker von MV Agusta und Forward Racing haben wiederum viele neue Teile mitgebracht, die zunächst aussortiert werden mussten. Rundenzeiten lagen daher weniger im Vordergrund. Trotzdem liess sich der ehrgeizige Rennfahrer aus dem Kanton Bern am Freitagnachmittag eine Zeitattacke nicht ausreden.

Am Ende des Jerez-Tests wurde sämtliches Material in Frachtboxen für den Transport nach Katar verpackt. Auf dem Losail International Circuit unweit der Hauptstadt des Emirats am Persischen Golf beginnt in einer Woche der letzte dreitägige Test vor dem WM-Auftakt am gleichen Ort eine Woche später. Zuvor steht aber noch ein Besuch Swiss Moto in Zürich auf dem Programm, wo Aegerter bis Sonntag gerne Foto- und Autogrammwünsche erfüllt.

#77 Dominique AEGERTER (MV Agusta Idealavoro Forward, MV Agusta F2) - 1´41.953 (188 Runden):

"Unser Test an den vergangenen drei Tagen in Jerez war ein hartes Stück Arbeit. Doch ich war froh, dass wir nach unserem Rollout am vergangenen Wochenende in Almeria gleich wieder weitermachen konnten. Wir haben noch so viel Arbeit vor uns, da es mit diesem neuen Projekt unglaublich viel zu probieren gibt. Wir sind eigentlich immer noch in einer Phase, wo es hauptsächlich ums Aussortieren geht. Zum Glück hat in Jerez das Wetter mitgespielt. Wir konnten daher diese drei Tage optimal nutzen. Manchmal war es allerdings etwas windig. Bei diesen Bedingungen war es nicht einfach mit unserem Programm weiterzukommen. Doch wir haben Schritt für Schritt unsere Aufgaben gelöst. Darüber hinaus spielt sich unser Team mehr und mehr aufeinander ein. Wie gesagt, unser Projekt ist ja für alle neu. Ich verstehe mich mittlerweile auch mit meinem Crew-Chief Mauro immer besser, sowie ich es super finde, Stefano (Manzi) als Teamkollegen zu haben. Er hat zwar einen anderen Fahrstil als ich, trotzdem können wir unsere Daten gut vergleichen. Viel wichtiger aber ist, dass wir uns gegenseitig immer pushen. Die Rundenzeiten bei diesem Test waren unglaublich schnell. Die Top-Zehn fuhren konstant 1´41 tief. Ich hingegen habe zumindest am Schluss noch eine schnelle Runde geschafft. Mit dieser Zeit bin ich auch halbwegs zufrieden. Doch in erster Linie gilt es nach wie vor unser komplett neues Motorrad voranzubringen. Hinzu kommt auch der neue Motor von Triumph. Damit kommen noch etliche weitere Baustellen hinzu, wie zum Beispiel die Motorbremse richtig abzustimmen und sich an das Drehmoment zu gewöhnen. Wir müssen überhaupt noch mehr am Motor-Mapping tüfteln. Wir dürfen aber nichts überstürzen, sondern müssen ruhig bleiben und konzentriert weiterarbeiten. Vor dem WM-Start haben wir nächstes Wochenende noch einen dreitägigen Test in Katar. Danach werden wir bestimmt viel besser aufgestellt sein. Hoffentlich gelingt uns dort ein deutlicher Fortschritt, um den Top-Jungs näher zu kommen. Das ist die logische Vorgabe. Einen grossen Dank an alle im Team. Sie arbeiten unglaublich hart, um jederzeit das Motorrad bestmöglich vorzubereiten."

Offizieller IRTA Test Jerez - Kombinierte Zeitenliste:
1 Brad BINDER / RSA / Red Bull KTM Ajo / KTM / 1´40.982
2 Sam LOWES / GBR / Federal Oil Gresini Moto2 / KALEX / 1´40.989 +0.007
3 Iker LECUONA / SPA / American Racing KTM / KTM / 1´41.111 +0.129
20 #77 Dominique AEGERTER / SWI / MV Agusta Idealavoro Forward / MV Agusta / 1´41.953 +0.971